Während in Leipzig die erste Nationale Luftfahrtkonferenz stattfindet, sorgt die Debatte um neue Verbote für Drohnenflüge in der Nähe von Flughäfen für Schlagzeilen. Zur Erhöhung der Sicherheit an deutschen Flughäfen ist die Deutsche Flugsicherung (DFS) durch das Bundesverkehrsministerium beauftragt worden, einen Aktionsplan zur Drohnendetektion zu erarbeiten. Dieser Plan soll bereits zum 30. September existieren, wie verschiedene Medien berichten.

In diesem Zusammenhang ist von der Einrichtung neuer Verbotszonen für Drohnenflüge die Rede. Wie diese Zonen aussehen sollen und für welche Standorte sie gelten sollen, sorgt jedoch aktuell für große Verwirrung. Während bei der TagesschaunTV und in der Welt von 18 km großen Verbotszonen rund um Flughäfen die Rede ist, spricht airliners.de lediglich von zusätzlichen Schutzmöglichkeiten entlang der An- und Abflugstrecken. Weiterhin unklar ist, ob solche neuen Regeln für alle deutschen Flugplätze, die von der bereits eingeführten Flugverbotszone von 1,5 km betroffen sind, oder nur für Flughäfen gelten sollen.

Flächendeckende Verbote in ganz Deutschland?

Das Titelbild mit der Karte zeigt, dass dieser vermeintlich kleine Unterschied in der Wortwahl enorme Auswirkungen auf die betroffene Fläche Deutschlands hat. Entweder wären im Fall von Flughäfen 11 % der Landesfläche betroffen, bei allen Flugplätzen wären es ganze 90 %! Der Teufel steckt also im Detail. Ähnliches gilt für die Differenzierung zwischen Verboten im Radius von 18 km und lediglich zusätzlichen Schutzbereichen für An- und Abflug.

In jedem Fall ist der Einsatz neuer Technologien und Konzepte im Zusammenhang mit einem effektiven Traffic Management für Drohnen erforderlich. Sollten zusätzliche Verbote kommen, entsteht außerdem ein Mehraufwand an Anträgen, Ausnahmegenehmigungen und Erlaubnissen für die Behörden. Für die Drohnenabwehr könnten zukünftig die Polizeien der Länder zuständig sein, jedoch ist noch nicht klar, wie das in der Praxis aussehen soll. Technologische Ansätze zur Drohnendetektion und -abwehr erscheinen demnach wesentlich zweckmäßiger als weitere, unpräzise Regularien. Unser Wirtschaftsstandort braucht mehr politische Initiative als aktionistische Verbote ohne Perspektive. Auch hierzu erhoffen wir uns inhaltliche Aussagen von der Luftfahrtkonferenz in Leipzig.

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