Solar- und Photovoltaikanlagen erhalten vor dem Hintergrund der stattfindenden Energiewende zunehmend Bedeutung. Damit die Anlagen von Unternehmen und Privathaushalten auch zuverlässig Strom und Wärme erzeugen, müssen diese stets in einem einwandfreien Zustand sein. Die Leistungsfähigkeit und die Erträge hängen vom Zustand der Anlagen ab. Heute gibt einen Weg diesen Zustand effektiv und kostengünstig überprüfen zu lassen: Drohnen. Mit diesen Werkzeugen sollten Solaranlagenbetreiber regelmäßig arbeiten.

Regelmäßige Wartung von PV- und Solaranlagen

Photovoltaik- und Solaranlagen müssen regelmäßig überprüft, gereinigt und gewartet werden, da die Anlagen der Witterung ausgesetzt sind. Dies führt auf Dauer zur Abnutzung und zu Verschleißerscheinungen. Die korrekte Wartung ist daher Pflicht und ein wesentlicher Bestandteil des Betriebs. Nur so können optimale Erträge und Leistungen erzielt werden. In der Regel sollten Unternehmen die Anlagen mindestens einmal im Jahr warten. Privathaushalte sollten erfahrungsgemäß mindestens alle 2 Jahre einmal ihre Anlage gründlich überprüfen.

Solaranlageninspektion mit Drohne

Die Leistung einer Solar- oder Photovoltaikanlage lässt sich mit einem Überwachungsgerät (z. B. : SolarLog, SMA) erfassen und dokumentieren. Zu diesem Zweck wird das Gerät am Wechselrichter angebracht und man kann die täglichen Ertragswerte auslesen und vergleichen. Dabei kann man plötzliche Abfälle oder Leistungsverluste bereits frühzeitig erkennen. Diese Monitoring-Werkzeuge helfen damit permanent die Erträge zu überwachen.

Zusätzlich aber sollte man auf eine gründliche Inspektion nicht verzichten. Denn auch wenn Ertragsverluste festgestellt werden, ist nicht sofort nachvollziehbar, wie diese zustande gekommen sind.

Zu diesem Zweck empfiehlt sich die Inspektion der kompletten Anlage mit einer Drohne. Die Drohne wird in diesem Fall zur Thermografie verwendet. Mittels einer hochauflösenden Wärmebildkamera, mit welcher die Drohne ausgerüstet ist, wird die Anlage beflogen. Dies geschieht mit den speziell angepassten Einsatz- und Befliegungsverfahren sehr zügig. Die Wärmebildkamera generiert dabei zuverlässig und umfassend Daten der Anlage. Diese werden dann in der Folge durch spezielle Software ausgewertet. Der Anlagenbetreiber erhält abschließend einen umfassenden Zustandsbericht.

Vorteile von Drohnen in der Solaranlagenprüfung

Obwohl man mit einer Handkamera vom Boden aus noch detaillierter arbeiten kann, bietet der Einsatz einer Drohne eine große Zeitersparnis. Je größer die Anlage, desto mehr Zeit kann gegenüber einer herkömmlichen Begutachtung gespart werden. Zudem kann die Drohnen einen besseren Aufnahmewinkel einnehmen, sodass Bildreflexionen vermieden werden. Dies steigert wiederum die Genauigkeit der Daten. Durch den Einsatz von Drohnen ist es möglich, regelmäßig gesamte Anlagen zu inspizieren, während vorher aufgrund des hohen Zeitaufwandes nur Stichproben durchgeführt wurden.

Der größte Vorteil der Befliegung ist der Detaillierungsgrad, mit dem die Drohne durch die Thermografie Auffälligkeiten, Schäden oder Defekte erschließen kann. Diese Informationen werden im Zustandsbericht vollständig dokumentiert und können direkt an den Vertragspartner oder den Installateur zu Wartungszwecken weitergeleitet werden. Die Inspektion und die Auswertung sind gegenüber herkömmlichen Methoden auch noch wesentlich kostengünstiger. Die Angebote orientieren sich meist an der Größe der Anlage und sind damit auch für Privathaushalte geeignet.

Mit der Befliegung einer Solar- oder Photovoltaikanlage lassen sich Auffälligkeiten und Defekte schnell erkennen und genau für einzelne Module verorten. Dadurch wird schnell ersichtlich, wieso Leistungsabfälle zustande kommen oder warum die Anlage nicht die optimale Leistung erbringt. Alle Module lassen sich sehr schnell überprüfen und die Ergebnisse genauestens verwerten. Dadurch werden zielgerichtet Rückschlüsse möglich und eine Wartung kann zielorientiert und punktuell erfolgen. So kann in der Folge unterschieden werden, ob ein Modul einen Schaden hat und ggf. getauscht werden muss, ob eventuell ein Fehler im Wechselrichter vorliegt oder ob es Verunreinigungen gibt und eine Reinigung der Anlage erforderlich ist. Das spart natürlich nicht nur Kosten, sondern führt auch zu höheren Erträgen, wodurch sich die Investitionen in die Anlage wiederum rechnen.

Zusammenfassend halten wir fest, dass durch die Solaranlageninspektion mit einer Drohne sich die einzelnen Fehlerbilder für die eingesetzten Module schnell generieren lassen. Die Befliegung führt dazu, dass Ableitungen und Rückschlüsse auf die Ursachen zu Leistungsverlusten und Auffälligkeiten durch das Thermografieverfahren getroffen werden können. Durch die detaillierten Zustandsberichte lassen sich die Anlagen effektiv warten und überprüfen, sowie die Erträge zielgerichtet steigern.

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