Ungeplante Ausfälle kosten Infrastrukturbetreiber Millionen – durch Reparaturen, Produktionsausfälle, Sicherheitsrisiken und Reputationsschäden. Predictive Maintenance ist längst keine „Nice-to-have“-Option mehr, sondern eine Notwendigkeit für Unternehmen, die ihre Assets sicher und verfügbar halten wollen.

Der Business Case: Zahlen, die überzeugen

Laut einer PwC-Studie senkt KI-gestützte Predictive Maintenance Wartungskosten um 12 Prozent, verbessert die Verfügbarkeit um 9 Prozent und verlängert die Lebensdauer alternder Assets um 20 Prozent. Trotzdem arbeiten 60 Prozent der Unternehmen reaktiv – sie reparieren erst, wenn etwas kaputt ist. Der Grund: Fehlende Datengrundlagen und isolierte Daten verhindern intelligente Analysen.

Von reaktiv zu prädiktiv: Der entscheidende Unterschied

Reaktive Wartung bedeutet: Warten, bis ein Asset ausfällt. Präventive Wartung folgt festen Intervallen – unabhängig vom tatsächlichen Zustand. Predictive Maintenance nutzt Echtzeitdaten und KI-Algorithmen, um Ausfälle vorherzusagen, bevor sie eintreten. Der Schlüssel liegt in der Kombination aus visueller Datenerfassung und intelligenter Analytik.

Welchen Effekt hat Automatisierung auf Predictive Maintenance?

Automatisierung macht Predictive Maintenance erst skalierbar. Moderne Inspektionsplattformen erfassen hochauflösende Bilder, Thermografie-Daten und 3D-Punktwolken automatisch. KI-Modelle analysieren diese Daten auf Anomalien, Verschleiß und kritische Zustände – ohne manuellen Aufwand. Durch kontinuierliche Erfassung entstehen Trendmodelle, die zeigen, wie sich der Zustand eines Assets entwickelt. KI-Systeme erkennen Muster, die für das menschliche Auge unsichtbar bleiben.

Besonders leistungsfähig wird Predictive Maintenance, wenn visuelle Daten direkt in Enterprise Asset Management (EAM) oder Asset Performance Management (APM) Systeme fließen. So entstehen automatisierte Workflows: Die KI erkennt einen kritischen Zustand, priorisiert nach Schweregrad und löst direkt eine Wartungsanfrage aus – inklusive aller relevanten Befunde, Fotos und Handlungsempfehlungen.

Fazit: Predictive Maintenance ist Pflicht, kein Luxus

Angesichts steigender Compliance-Anforderungen, alternder Infrastruktur und Fachkräftemangel ist Predictive Maintenance keine Kür mehr, sondern Pflicht. Unternehmen, die heute in intelligente Inspektionsprozesse investieren, senken nicht nur Kosten – sie sichern langfristig die Verfügbarkeit und Sicherheit ihrer kritischen Assets.

Die Technologie existiert. Die Daten existieren. Was fehlt, ist oft nur der erste Schritt: Von Insellösungen zu einem integrierten, KI-gestützten Inspektions-Workflow.

Quelle: PwC Predictive Maintenance 4.0 Studie

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